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Vegane Ernährung

Die vegane Ernährung ist in der Mitte der Gesellschaft angekommen. Das beweist eine breite Auswahl Pflanzendrinks, Sojawürstchen und veganer Süßigkeiten in jedem Supermarkt.

Was unterscheidet Veganer von Vegetariern?

Während Vegetarier lediglich auf Fleisch und Fisch verzichten, gehen Veganer weiter und verzichten auf jegliche Produkte tierischer Abstammung. Neben Eiern und Milchprodukten bedeutet dies auch den Verzicht etwa auf Honig. Käse, Butter und Joghurt – das wird zunächst alles konsequent vom Speiseplan gestrichen und durch rein pflanzliche Lebensmittel ersetzt.

Was essen Veganer?

Im Obst- und Gemüseregal greifen Veganer beherzt zu. Ihre Proteinversorgung wird durch Hülsenfrüchte und Gemüse gedeckt. Auch bei Getreideprodukten wie Brot, Frühstücksflocken oder Nudeln wird der Veganer schnell fündig. Das Ergebnis ist meist eine sehr ballaststoffreiche Ernährung mit reichlich Obst und Gemüse; bezüglich der meisten Nährstoffe wir der Veganer leicht ausreichend versorgt.

Ist Soja nicht ungesund?

Soja sollte – wie jedes andere Lebensmittel auch – nicht im Übermaß genossen werden. Eine Überversorgung mit Hormonen, wie so oft beschrien, ist jedoch nicht zu befürchten: die meisten Produkte kommen aus gentechnikfreier Herstellung in Europa, vor allem aus Deutschland, Österreich und Frankreich. Dieser kann bedenkenlos verzehrt werden.

Nährstofflücken

Hört man von veganer Ernährung, wird man zuerst an einen B12 Mangel denken. Das liegt daran, dass B12 das einzige Vitamin ist, welches aus rein pflanzlicher Ernährung tatsächlich nicht aufgenommen kann, sondern nur in Fleisch oder Eiern enthalten ist. B12 muss also im Rahmen einer veganen Ernährung unbedingt supplementiert werden. Ganz besonders sollten schwangere Frauen und Kinder auf eine ausreichende Versorgung achten. Neben Tabletten gibt es hierfür jedoch auch mit B12 angereicherte Pflanzendrinks oder sogar Zahnpasta.
Was erstmal „ungesund“ klingt, ist bei näherer Betrachtung jedoch auch bei omnivoren Essern meist der Fall: auch das Tier, welches Fleisch liefert, wird meist mit B12 supplementiert, damit das Fleisch dieses später enthält. Auf natürliche Weise würde das Tier diesen Nährstoff nur herstellen, wenn es auf einer Weide grasen dürfte. Das ist heutzutage jedoch bei den wenigsten Tieren der Fall.

Darüber hinaus können Nährstoffe wie Vitamin D und Jod kritisch werden und sollten regelmäßig überprüft werden. Gerade ein Mangel an B12 bleibt häufig lange unerkannt, da die körpereigenen Speicher den Organismus noch bis zu 10 Jahre versorgen können. Jedoch kann es schleichend zu irreversiblen Nervenschäden kommen.
Darüber hinaus sollte auf eine ausreichende Versorgung mit gesunden Fetten, zum Beispiel Leinöl, geachtet werden, damit körpereigene Aminosäuren hergestellt werden können.

Veganer Alltag

Die vegane Ernährung klingt erst einmal furchtbar kompliziert. Mittlerweile ist der Markt jedoch mit veganen Pflanzendrinks, Joghurts, Käse- und Wurstalternativen, bis hin zu veganem Grillgut oder Süßigkeiten prall gefüllt. Diese Lebensmittel 1:1 umzustellen mag vielleicht den Tieren helfen, ist jedoch aufgrund der oftmals höheren Preise nicht nur schädlich für den Geldbeutel, sondern auch für die Gesundheit: viele dieser Ersatzprodukte stecken voller Zucker, ungesunder Fette und Zusatzstoffe. Sie sollten dementsprechend nur in Maßen genossen werden. Zur Orientierung gibt es beispielsweise vegane Ernährungspyramiden, die eine vollwertige vegane Ernährung, welche alle Nährstoffe abdeckt, gewährleistet.

Fazit:

Egal, ob aus gesundheitlichen, ethischen oder umweltbedingten Gründen: die vegane Ernährung kann – die richtige Ausführung vorausgesetzt – eine vollwertige Ernährung darstellen, welche immer mehr als äußerst gesunde Alternative anerkannt wird, sofern keine Ersatzprodukte im Übermaß konsumiert werden. Auf eine ausreichende Supplementierung mit Vitamin B12 ist hierbei jedoch dringend zu achten.

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