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Diät oder gesunde Ernährung?

Die meisten Menschen wollen aus ästhetischen Gründen ein wenig abnehmen; nur Wenige verfolgen eine Gewichtsreduktion aus gesundheitlichen Gründen. Dies steht in groteskem Gegensatz zur medizinischen Notwendigkeit von Gewichtsreduktionen: ein geringes Übergewicht ist aus medizinischer Sicht kein Anlass für eine Diät. Im Gegenteil: BMI-Werte in diesem Bereich haben sich in einigen Untersuchungen sogar als tendenziell gesünder erwiesen.

Ist eine Diät sinnvoll?

Eine Diät geht meist über einen begrenzten Zeitraum mit einer einseitigen Ernährung, einher; oftmals sind Heißhungerattacken die Folge. Der vermeintliche Gewichtsverlust liegt dabei oftmals nicht im gewünschten Fettabbau, sondern in ausgeschiedenem Wasser und Muskelverlust begründet. Letzteres ist sogar kontraproduktiv: Muskelaufbau erhört den Grundumsatz. Der Grundumsatz ist die Kalorienmenge, die der Körper im Ruhezustand verbraucht, um seine normalen Funktionen aufrecht zu erhalten. Kurz: je mehr Muskeln, desto mehr Kalorien kann man täglich ohne Zunahme zu sich nehmen.
Damit einher geht ein heruntergefahrener Stoffwechsel – die Chance auf eine gesunde Gewichtsabnahme sinkt. Der Stoffwechsel fühlt sich in eine Hungersnot versetzt und lagert die wenigen zugeführten Kalorien erst recht ein. Außerdem kann es zu Nährstoffmängeln kommen, welche die Gesundheit des Organismus insgesamt verschlechtern.

Ernährungsumstellung statt Diät?

Eine nachhaltige Ernährungsumstellung, welche das allgemeine Wohlbefinden steigert und die Gesundheit verbessert, kann im Gegensatz zu einer Diät sinnvoll sein.
Zunächst sollten hierfür jedoch die grundsätzlichen Stoffwechselvorgänge verstanden werden, um nachvollziehen zu können, wieso es zu einer Zu- oder Abnahme kommt.
Dazu gehören der Grund- und Gesamtumsatz. Der Grundumsatz ist die Menge Kalorien, welche der Körper benötigt, um seine Körperfunktionen aufrecht zu erhalten. Wird dieser Grundumsatz über einen längeren Zeitraum unterschritten, stellt der Körper nach und nach die zum Lebenserhalt „unwichtigen“ Funktionen ein. Folgen sind etwa Haarausfall oder das Ausbleiben der Menstruation, weil der Körper hierfür benötigten Kalorien schlicht nicht entbehren kann. Der Grundumsatz kann durch diverse Rechner im Internet bestimmt werden. Der Gesamtumsatz bezieht die Kalorien, die der Körper für gewisse Aktivitäten benötigt, mit ein; er ist also bei einer Person mit Bürojob geringer, als bei einer sehr aktiven Person. Körperliche Aktivität treibt den Gesamtumsatz in die Höhe.
Für eine Abnahme sollten also eine Kalorienmenge aufgenommen werden, die über dem Grund-, und unter dem Gesamtumsatz liegt.

Muss man Kalorienzählen?

Ohne ein gewisses Grundverständnis der verschiedenen Makronährstoffe führt Kalorienzählen allein nicht zum Ziel. Es muss wohl kaum betont werden, dass eine rein auf Keksen basierende Ernährung kalorienunabhängig wenig erstrebenswert ist. Zucker regt die Insulinproduktion an, der Blutzuckerspiegel fährt also Achterbahn – Heißhunger und Müdigkeit sind die Folge.

Auch zuviel Fleisch- und Milchgenuss mag zwar genug Protein zuführen; jedoch kann eine Übersäuerung des Körpers die Folge sein.
Ein weiterer Mythos wäre die Verteufelung von Fett. Es gibt einen Unterschied zwischen Avocado und Nüssen einerseits, und Frittierfett andererseits – gesättigte und ungesättigte Fettsäuren sind zentrale Stichwörter.

Schließlich nutzt jedes Wissen nichts, wenn die Ursache für Übergewicht eine andere ist, etwa das Essen aus Frust oder Trost. Es kann sehr aufschlussreich sein, eine Weile genau darauf zu achten, in welchen Situationen zu welchen Lebensmitteln gegriffen wird, um festgefahrene Verhaltensweisen zu durchbrechen.

Fazit

Eine Gewichtsreduktion ist nur dann sinnvoll, wenn damit eine dauerhafte Ernährungsumstellung verfolgt wird. Der Genuss von Essen hat eine enorme emotionale Bedeutung – einseitige Diäten, welche nicht genügend Raum für diesen Genuss lassen, können eine langfriste, gesunde Abnahme kaum einmal gewährleisten.

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